Ein KI-Workshop zeigt deinem Team in ein paar Stunden, was KI kann, und den zahlst du selbst. Eine Weiterbildung mit mehr als 120 Stunden gibt deinen Leuten Zeit, KI so lange zu üben, bis sie im Alltag sitzt, und nur diese Form kann die Agentur für Arbeit fördern.
Beides hat seinen Platz. Es hängt davon ab, was du am Ende willst: dass deine Leute wissen, was geht, oder dass sie es jeden Tag benutzen.
Was ein Workshop leistet
Ein guter Workshop räumt mit falschen Erwartungen auf. Deine Leute sehen, was ein KI-Chat schreibt, wo er Fehler macht und was man ihm besser nicht anvertraut. Für einen Betrieb, der gerade anfängt, ist das viel wert.
Für die Unterweisung nach der KI-Schulungspflicht kann ein solches Format passen. Die Kommission verlangt dafür kein Zertifikat und kein festes Format. Was die Unterweisung abdecken muss, hängt aber von eurem Einsatz ab: Art. 4 verlangt, die Kenntnisse, die Erfahrung und die Ausbildung deiner Leute zu berücksichtigen, dazu den Zusammenhang, in dem die KI läuft, und die Personen, bei denen sie eingesetzt wird.
Die Grenze kennt jeder, der schon mal auf einer Schulung war. Am nächsten Morgen liegen die Mails von gestern da, das Telefon klingelt, und das Neue bleibt liegen. Was man nur einmal gesehen hat, probiert man im Stress selten aus. Ein Workshop gibt einen Anstoß. Üben müssen deine Leute danach allein.
Was eine geförderte Weiterbildung anders macht
Eine Weiterbildung nach § 82 SGB III ist länger und hat feste Regeln. Die Bundesagentur nennt auf ihrer Seite für Unternehmen unter anderem:
- mehr als 120 Stunden, die nicht am Stück laufen müssen
- Weiterbildung und Anbieter sind für die Förderung zugelassen
- Inhalte, die über eine kurzfristige Anpassung an den Arbeitsplatz hinausgehen
Möglich ist das in Vollzeit, in Teilzeit oder berufsbegleitend. Deine Leute lernen also über eine längere Strecke, mit Zeit zum Ausprobieren zwischen den Terminen. Das fehlt nach einem Workshop.
Die Inhalte müssen über euren Betrieb hinaus etwas taugen. Nach den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur ist das Ziel der Förderung, die Beschäftigungsfähigkeit der Person zu erhalten oder zu steigern. Was jemand lernt, soll ihm also auch woanders nützen. Für dich ist das kein Nachteil: Wer verstanden hat, wie man KI für Texte, Tabellen oder Anfragen einsetzt, nutzt das im eigenen Betrieb zuerst.
Was die Agentur für Arbeit nicht fördert
Die Weisungen sind an dieser Stelle deutlich. Nicht gefördert werden Weiterbildungen mit überwiegend betriebsspezifischen Inhalten. Dazu zählen Maßnahmen, die ganz oder teilweise am Arbeitsplatz stattfinden, firmeninterne Qualifizierungen wie "kurze Einweisungsschulungen aufgrund technischer Änderungen im Betrieb" und Schulungen, die zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zwingend nötig sind.
Die Bundesagentur nennt dazu ein greifbares Beispiel: Eine Schulung zu einer betriebsspezifischen Software kann sie nicht fördern. Wer also ein neues KI-Programm einführt und das Team darauf einweisen lässt, zahlt das selbst.
Fördert die Agentur für Arbeit einen KI-Workshop?
Nein. Ein Workshop von einem Tag erreicht die Grenze von mehr als 120 Stunden nicht, auch nicht mehrere davon hintereinander, solange es keine zugelassene Weiterbildung ist. Der Preis und die Arbeitszeit bleiben bei dir.
Bei einer geförderten Weiterbildung sieht das anders aus. Je nach Betriebsgröße kann die Agentur für Arbeit die Lehrgangskosten ganz oder teilweise übernehmen und einen Zuschuss zum Gehalt für die Lernzeit zahlen. Die Sätze stehen unter Was eine KI-Schulung kostet.
Wichtig ist die Reihenfolge. Nach § 324 SGB III zahlt die Agentur für Arbeit nur, wenn der Antrag vor dem Beginn gestellt wurde. Wer erst anfängt und dann fragt, geht in der Regel leer aus.
Wann reicht ein Workshop?
Für einen Überblick reicht ein Workshop. Er ist schnell organisiert und schnell vorbei. Für die Unterweisung nach Art. 4 kann er passen, wenn er auf eure KI-Systeme, ihre Risiken, die Aufgaben und das Vorwissen deiner Leute zugeschnitten ist. Ob das genügt, hängt davon ab, was deine Leute mit KI tun.
Eine Weiterbildung lohnt sich, wenn KI bei euch Arbeit abnehmen soll, die jeden Tag anfällt: Angebote, Anfragen, Rechnungen, Berichte. Dann brauchen deine Leute Übung, und die kostet Zeit. Die Zeit fehlt im Betrieb, das ist der Preis. Bei einer geförderten Weiterbildung trägt die Agentur für Arbeit einen Teil davon über den Zuschuss zum Gehalt.
Wer im Team kommt für eine geförderte Weiterbildung infrage?
Gefördert werden Beschäftigte in einem bestehenden Arbeitsverhältnis. Nach § 82 Abs. 1 SGB III gilt außerdem:
- Der Berufsabschluss liegt in der Regel mindestens zwei Jahre zurück.
- In den letzten zwei Jahren vor dem Antrag gab es für die Person keine nach § 82 geförderte Weiterbildung.
Die Inhalte müssen zur Arbeit der Person passen. Die Weisungen zeigen das an einem ausgedachten Fall: Eine Reinigungsfirma will eine Reinigungskraft und einen Hausmeister in Kommunikation und Führung weiterbilden lassen. Nach den Weisungen kommt eine Förderung nicht in Betracht, weil die Inhalte die Beschäftigungsfähigkeit der beiden weder im Betrieb noch auf dem Arbeitsmarkt verbessern.
Für KI heißt das: Nimm die Leute, deren Arbeit KI berührt. Die Bürokraft, die Angebote schreibt, passt eher als jemand, der den ganzen Tag auf der Baustelle steht.
Und jetzt
Wenn du schon weißt, welche Leute KI im Alltag einsetzen sollen, gib Betriebsgröße und Gehalt in den Rechner ein und sieh, was die Agentur für Arbeit tragen kann. Wenn du erst klären willst, ob Workshop oder Weiterbildung zu euch passt, sprich mit uns im Erstgespräch. Wir bereiten den Antrag vor und vermitteln die Weiterbildung, durchgeführt wird sie von einem nach AZAV zugelassenen Anbieter.